Messpainting – oder einfach: die etwas andere Art loszulassen

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Lesezeit ca. 3 Minuten

Bitte was soll ich tun??? Dein Ernst? JA!

Habt ihr auch schon immer davon geträumt, wie die kleinen Kinder mit Farbe die Welt neu zu entdecken bzw. einfach mal vor sich hinzupinseln und gar nicht darüber nachzudenken, was dabei herauskommt?

Kannst du nicht? Ging mir auch so, bis ich eine neue Wunderwaffe für mich entdeckt habe. Zugegebenermaßen klingt die Methode zu Beginn recht einfach – aber ihr werdet schon sehen! Die hat es in sich. Nicht nur körperlich, sondern auch rein geistig wird das wirklich anstrengend! Unser liebes Gehirn ist heutzutage so darauf getrimmt Informationen über Gott und die Welt aufzusaugen, dass es ihm tatsächlich sehr schwerfällt, einfach mal an “nichts” zu denken.

Probiert es einmal ohne Stift und Papier und versucht nur 1 Minute mal wirklich an gar nichts zu denken. Und klappt es?

Seht ihr 😉 Genau das meine ich. Umso mehr Effekt hat diese Übung tatsächlich mit Farbe, Pinsel und grooooßem Papier.

Keine Angst – ganz so schlimm wie auf dem Titelbild wird es nicht – man muss nicht kopfüber in Farbe baden! Aber man könnte, wenn man wollte – und sich dann einfach blindlings auf die bereitgestellte Papierrolle werfen und entlang rollen. Denn darum geht es beim Messpainting! Diese Methode schafft es wie von Zauberhand unser Gehirn zu beruhigen und ihm vorzugaukeln, dass wir doch gerade aktiv sind und deshalb mal wirklich an NICHTS denken müssen und wirklich einfach mal loslassen können. Ruhe. Toll, oder? 🙂

Doch wie funktioniert das nun genau? Die reine Technik ist einfach erklärt – man nehme 5×1 m Einpackrolle (am besten weiß oder aber auch braun), hefte sich diese ungefähr auf Augenhöhe an die Wand, nehme dazu ein paar lustige Acrylfarben und dann geht das Malfitness auch schon los, denn man hat genau 30 min Zeit um die oben erwähnte Größe vollzutüddeln. Klingt gut, oder?

Dabei werden nicht nur unsere Freudsch’n Sinne aktiviert (ja die anale Phase sagt sicher jedem etwas), sondern gleichzeitig auch unser Kopf ausgeschaltet und einfach “nur” gemalt (d.h. im einzelnen Farbe gesprenkelt, Hände in Farbe getaucht und an die Wand geklatscht, verrieben was das Zeug hält, wie wild losgekritzelt oder was auch immer einem gerade liegt).  Denn klar ist eins: in der kurzen Zeit und mit dieser großen Wand hat wirklich kein Mensch der Welt groß Lust ewig sein entstehendes Werk zu überdenken und im Detail zu planen. Genau das soll es auch bewirken – es geht darum in möglichst kurzer Zeit kreative Prozesse in Gang zu setzen, sich mit Themen des eigenen Lebens auseinanderzusetzen und einfach mal loszulegen – sozusagen die eigene Lebendigkeit zu fühlen und eingefahrene Bahnen zu verlassen. Klingt befreiend, oder? Und das alles OHNE dabei wirklich nachzudenken. Das ist der Trick. Punkt.

Wen das jetzt noch immer nicht überzeugt hat, der kann mich gern anrufen – und wir machen ein Messy-Coaching!

________

Dieser Artikel stammt von Katja Kühn. Sie ist Kreativcoach.

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